Zur Gletscherhöhle
Als ich im Spätjahr 2020 das erste Mal auf dem Großglockner stand, war ich zum ersten Mal so richtig bergsteigen. Irgendwann danach muss ich die ersten Bilder und Berichte gelesen haben, von magischen Grotten aus Eis, die sich unter unseren Alpengletschern verbergen. Seitdem wollte ich eine solche Eishöhle mit eigenen Augen sehen und fotografieren. Während Gletscherhöhlen im Sommer aufgrund der Instabilität des Eises zu Todesfallen werden können, ist ein Betreten im Winter relativ ungefährlich. Trotzdem musste ich mich erstmal mit der Geräuschkulisse und den Dimensionen der Höhle vertraut machen. Über 100m geht es in den Gletscher hinein. Sobald man die Hauptkammer verlässt, befindet man sich im Dunkeln. Gletscherhöhlen befinden sich meistens an der Gletscherzunge, also am Ende des Gletschers. Deshalb musste ich mir vor möglichen Gletscherspalten keine Sorgen machen. Sowieso sind die Spalten im Hochwinter meistens durch meterhohen Schnee sicher verschlossen, auch wenn aktuell relativ wenig Schnee in den Alpen liegt. Die Druckverteilung durch die große Auflagefläche der Ski minimiert das Risiko eines Spaltensturzes nochmal deutlich.
